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Elbvertiefung
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Als Elbvertiefung wird eine Serie von neun FahrrinnenvergrĂ¶ĂŸerungen der Unterelbe zwischen der ElbmĂŒndung und dem Hamburger Hafen bezeichnet. Die etwa 100 Kilometer lange Fahrrinne erhielt sukzessive eine immer grĂ¶ĂŸere Breite und die Mindesttiefe erhöhte sich von ursprĂŒnglich 3 Meter auf ĂŒber 17 Meter.cite-ref-ndr-1-0[1] Um die neunte und letzte Elbvertiefung wurde fast zwei Jahrzehnte lang juristisch gerungen,cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] bevor sie am 24. Januar 2022 abgeschlossen wurde.cite-ref-5[5]

Contents

‱ Ursachen
‱ Der Hafen
‱ Verfahren
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Ursachen

NatĂŒrliche FließgewĂ€sser und Fahrrinnen unterscheiden sich grundlegend: ein natĂŒrliches Flussbett ist dynamisch und verĂ€ndert sich stĂ€ndig, wĂ€hrend eine Fahrrinne statisch hinsichtlich Lage und Sohltiefe ist. Jede der vergangenen Elbvertiefungen verstĂ€rkten die ohnehin starken Strömungen und Gezeiten der Unterelbe und verursachte in immer grĂ¶ĂŸerem Umfang Erosion und Sedimentation. Dadurch entstehen immerwĂ€hrend neue Ablagerungen von Sedimenten mit zunehmenden Barrenbildungen und Untiefen. In der Fahrrinne werden diese ununterbrochen per Echolotmessungen aufgespĂŒrt und anschließend mittels immer umfangreicherer Unterhaltungsbaggerungen beseitigt.cite-ref-ndr-1-1[1]

UrsprĂŒnglich war die Unterelbe bei Hamburg Anfang des 19. Jahrhunderts nur gut drei Meter tief, zwischenzeitlich waren es im FrĂŒhjahr 2022 mindestens 15,9 Meter unter Seekartennull.cite-ref-rinne-6-0[6] Allerdings zeichnet sich ab, dass mit der neunten Elbvertiefung die Erosion derart gesteigert wurde, dass im Oktober 2022 die Unterhaltungsbaggerungen technisch nicht mehr möglich waren und die Sohltiefe von fast 16 Metern aufgegeben werden muss.cite-ref-7[7] Seitdem können Schiffe mit einem Tiefgang von 14,5 Metern den Hamburger Hafen nicht mehr anlaufen.cite-ref-8[8]

Geographische Voraussetzungen

Die Unterelbe fließt durch ihr eiszeitliches Urstromtal. Ihr MĂŒndungsbereich ist tideabhĂ€ngig, wodurch die Unterelbe nicht nur ein Flussdelta, sondern auch ein Ästuar bildete. Der Einfluss der Gezeiten endet seit 1960 bei der Staustufe Geesthacht (Baubeginn 1957) bei Stromkilometer 586. Vor den Eingriffen des Menschen verlief ab hier die Elbe in zahlreichen verzweigten und mĂ€andrierenden Flussarmen durch weites Marschland, im Norden begrenzt durch einen Geesthöhenzug, der sich (bei der AlstermĂŒndung in Hamburg unterbrochen) bis nach Wedel zieht. Im Stromspaltungsgebiet, zwischen den Flussarmen Dove Elbe, Gose Elbe, Norder- und SĂŒderelbe, Reiherstieg und Köhlbrand und den ZuflĂŒssen Bille und Alster entstanden im Gezeitenstau fruchtbare Marschinseln, sogenannte Werder, die durch Sturmfluten und Sedimentation ihre Lage, Form und Landmasse bestĂ€ndig verĂ€nderten. Dabei teilte sich der Hauptstrom der Elbe an der BunthĂ€user Spitze, dem sĂŒdöstlichen Ende der heutigen Elbinsel Wilhelmsburg, in Norder- und SĂŒderelbe und lief nach fĂŒnfzehn Kilometern beim ehemaligen MĂŒhlenberger Loch wieder zusammen. Ab Blankenese öffnete sich der MĂŒndungsbereich auf 1,5 km Breite, verlief bis BrunsbĂŒttel mit einer durchschnittlichen Breite von 2,5 km und weitete sich bei Cuxhaven, Stromkilometer 726, auf den 18 km breiten Trichter. Ab hier strömte der Fluss, nun Außenelbe genannt, weitere 20 km durch das Wattenmeer der Nordsee.

Der Tidenhub in der Unterelbe ist durch die Trichterform der Unterelbe deutlich höher als an der Nordsee. Schon vor der neunten Elbvertiefung betrug der Mittlere Tidenhub bei der – tief im Binnenland gelegenen – Staustufe Geesthacht 2,31 m, beim Pegel Hamburg-St. Pauli 3,64 m, in Stadersand 3,30 m und bei BrunsbĂŒttel 2,79 m. In der Nordsee, etwa vor Helgoland, liegt er dagegen bei nur 2,40 m.cite-ref-9[9] Durch die Gezeiten wechselt die Fließrichtung und -geschwindigkeit der Unterelbe zweimal tĂ€glich. Benötigt ein Quantum Wasser in der Oberelbe fĂŒr eine Strecke von 100 Kilometern ein bis zwei Tage, sind es in der Unterelbe fĂŒr die gleiche Strecke bis zu siebzig Tage, da es durch die Tide immerfort vor- und zurĂŒckgespĂŒlt wird. Das mit der Flut einströmende salzige Nordseewasser mischt sich dabei mit dem SĂŒĂŸwasser des Flusses. Dieser Brackwasserbereich reichte vor der Elbvertiefung allenfalls bis GlĂŒckstadt, nach der neunten Elbvertiefung erreicht das Brackwasser Hamburg.

Der Gezeitenstrom formte frĂŒher durch Erosion und Sedimentation einen strukturell vielfĂ€ltigen, wandlungsfĂ€higen MĂŒndungstrichter mit vielen Inseln, SandbĂ€nken und Nebenrinnen; Jahrzehntelang wurden die ausgebaggerten Sedimente zu zahlreichen, großteils befestigten Elbinseln aufgeschĂŒttet.

Historische Voraussetzungen

Der Hafen

Der Hamburger Hafen liegt im Stromspaltungsgebiet der Tideelbe. Er hat sich seit dem 9. Jahrhundert von einem Flusshafen an einem Arm der Bille zu einem großen Seehafen entwickelt, mit einer verwaltungsrechtlichen Ausdehnung von Oortkaten (bei Stromkilometer 609) bis zum Leuchtturm Tinsdal (Stromkilometer 641). Begleitet war diese Entwicklung seit dem 12. Jahrhundert mit zahlreichen Eindeichungen, wasserbaulichen Maßnahmen und erheblichen Eingriffen in die FlusslĂ€ufe einerseits und Landverlusten insbesondere durch Sturmfluten sowie Versandungen durch Sedimentation andererseits.

Entwicklung der SchiffsgrĂ¶ĂŸe

Lange Zeit war nur der Tiefgang der Schiffe von Belang. Seit etwa 1968 – damals begann auch die Containerisierung des StĂŒckgutverkehrs – hat die GrĂ¶ĂŸe der eingesetzten Schiffe stark zugenommen. Dies ist ökologisch vorteilhaft (ein Schiff mit doppelt so großer LadekapazitĂ€t braucht bei weitem nicht das Doppelte an Kraftstoff) und ökonomisch vorteilhaft (Kraftstoff ist seit der ersten Ölkrise 1973/74 tendenziell immer teurer geworden; ein großes Schiff hat kaum mehr Besatzung als ein mittelgroßes).

Es hat sich eingebĂŒrgert, Containerschiffe in Generationen einzuteilen.

| Generation | Jahr | LĂ€nge | Breite | Tiefgang | TEU |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | bis 1968 | 180 m | 25 m | 9,0 m | 500–800 |
| 2. | ab 1969 | 225 m | 30,5 m | 11,5 m | 1500 |
| 3. | ab 1972 | 275 m | 32 m | 12,5 m | 3000 |
| 4. | ab 1987 | 287 m | 39 m | 13,5 m | 4500 |
| 5. | ab 1997 | 325 m | 41 m | 14,1 m | 5500 |
| 6. | ab 1999 | 345 m | 43 m | 14,5 m | ĂŒber 8000 |
| 7. | ab 2006 | 398 m | 56 m | 16,0 m | ĂŒber 14.000 |

Die GrĂ¶ĂŸe der 1968 gebauten Containerschiffe war die Maßeinheit fĂŒr ein Schiff der 1. Generation. 1969 erschien mit der Encounter Bay das erste Schiff der 2. Generation, die fast alle eine maximale Schiffsbreite von 30,5 m aufweisen, das heißt, an Deck können maximal zwölf Container nebeneinander gestaut werden. Lange Zeit lag die Obergrenze der Abmessungen von Containerschiffen bei 275 m LĂ€nge und 32,3 m Breite, damit sie den Panamakanal durchfahren konnten („3. Generation“). Seit etwa 1988 werden die Schiffe, die nicht nur die grĂ¶ĂŸte Breite der Panamakanalschleusen ausnutzen, sondern auch deren maximale LĂ€nge von 294 Metern, als Panamax bezeichnet. FĂŒr grĂ¶ĂŸere Schiffstypen mit mehr als 32,3 Meter Breite ist der Name Post-Panamax gebrĂ€uchlich. Die Schiffe ĂŒber 7000 TEU werden als Super-Post-Panamax- oder Post-Panamax-Plus-Schiffe bezeichnet, die ĂŒber 11.000 TEU als New Panamax.cite-ref-10[10]

→

Hauptartikel

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Abschnitt Technische Entwicklung im Artikel Containerschiff

Die Odense-Werft realisierte von September 2006 bis 2008 acht Schiffe der Emma-MÊrsk-Klasse. Dieser Schiffstyp kann dank seiner Breite von 56,4 Metern 22 Container nebeneinander auf Deck laden, ist 397 m lang und hat einen Maximaltiefgang von 16,0 mcite-ref-11[11] und 15.500 TEU KapazitÀt. Auch die CMA CGM Marco Polo hat einen Maximaltiefgang von 16,0 m; die Triple-E-Klasse einen von 15,50 m.

Schiffe dieser LĂ€nge brauchen in Biegungen der Elbe genĂŒgend Platz; fĂŒr den Begegnungsverkehr gibt es Vorschriften. Neben der Tiefe der Elbfahrrinne ist heute auch ihre Breite ein wichtiges Kriterium.

Eindeichungen

Mit der Besiedlung der Niederelblandschaft und der Nutzbarmachung der fruchtbaren, aber hochwassergefĂ€hrdeten Marschlande begannen ab dem 11. Jahrhundert die Maßnahmen im Umgang mit dem Wasser, die Sicherung von WohnstĂ€tten durch erhöhte Wurten und insbesondere der Deichbau, sowohl gegen die vom Fluss kommenden Gezeiten, wie auch binnenwĂ€rts gegen die tideabhĂ€ngigen NebenflĂŒsse und ablaufenden Wasser der Geest. Auch die Flussinseln im Stromspaltungsgebiet wurden mehrfach eingedeicht, von Sturmfluten zerrissen und erneut angelegt. So entstand z. B. der heutige Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg zwischen dem 17. bis zum 19. Jahrhundert aus der Zusammendeichung einer Vielzahl kleiner Inseln. Ein anderes Beispiel ist die im Mittelalter begonnene Eindeichung des Kehdinger Lands, starke UferabbrĂŒche in SĂŒdkehdingen fĂŒhrten zur RĂŒckdeichung und Aufgabe ganzer Ortschaften, in Nordkehdingen hingegen verbreiterte sich die LandflĂ€che durch anhaltende Aufschlickungen um mehrere tausend Hektar und wurde im 19. Jahrhundert zunĂ€chst mit Sommerdeichen, im 20. Jahrhundert mit einem Landesschutzdeich gesichert.cite-ref-12[12]

Wasserbaumaßnahmen

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Hauptartikel

:

Chronologie des Wasserbaus an der Hamburger Unterelbe

Bereits die Verlegung der BillemĂŒndung bis zur Alster im Jahr 1258, heute nachvollziehbar im Verlauf des Oberhafens, diente der ZufĂŒhrung von Wasser in den Hamburger Hafen. Mit der Abdeichung der Gose Elbe 1344 beim heutigen Kiebitzbrack in Kirchwerder und der Dove Elbe 1437 sĂŒdlich von Altengamme konnte die Schiffbarkeit der Norderelbe und damit die Erreichbarkeit des Hafens erhöht werden. Der Durchstich der Elbinsel Grasbrook, von 1549 bis 1604, der 1568 vorgenommene Durchstich des SpadenlĂ€nder Busch und 1874 der Durchstich zwischen Peute und Kaltehofe, fĂŒhrten die Norderelbe nĂ€her an die Stadt heran, dienten der Begradigung des Schifffahrtswegs und der Erhöhung der Fließgeschwindigkeit. Buhnen und LeitdĂ€mme wurden fĂŒr den Uferschutz und die Sicherung des Fahrwassers gebaut. Auch der Leitdamm vor Cuxhaven in der Außenelbe dient der Sicherung des Fahrwassers. Parallel wurde im gesamten Unterelbebereich der Schutz gegen Sturmfluten durch Eindeichungen und VerkĂŒrzungen der Deichlinie sowie nach der Sturmflut 1962 durch Deicherhöhungen und Absperrungen von NebenflĂŒssen durch Sturmflutsperrwerke intensiviert, um auf diesem Wege das auflaufende Wasser unter Kontrolle zu halten.

Politische AnsprĂŒche

Der Aufstieg des Hamburger Hafens (100 Kilometer von der ElbmĂŒndung entfernt) wurde begleitet durch die wiederholte politische Durchsetzung des Anspruchs auf das Fahrwasser der Niederelbe bis hin zur Nordsee.

‱ Als die flussabwĂ€rts gelegene Stadt Stade im Jahr 1259 vom Bremer Erzbischof Hildebold das Stapelrecht erhalten hatte und von passierenden HĂ€ndlern forderte, dass sie ihre Waren fĂŒr die Dauer von drei Wasserzeiten, also eineinhalb Tage lang, innerhalb der Stadt anbieten sollten, legte Hamburg eine Urkunde mit einem Ă€lteren Privileg vor. Demnach hatte Kaiser Barbarossa der Stadt am 7. Mai 1189 einen Freibrief ausgestellt, der ihr die Zollfreiheit bis zum Meer garantierte. Heute ist nachgewiesen, dass es sich bei dieser Urkunde um eine FĂ€lschung aus Mitte des 13. Jahrhunderts handelt.cite-ref-13[13]
‱ Um 1300 erwarb Hamburg durch einen BĂŒndnisvertrag mit den Wurtfriesen das Recht zur Errichtung eines Wehrturms auf der Insel Neuwerk in der ElbmĂŒndung. Der Turm diente als Seezeichen und auch als militĂ€rischer StĂŒtzpunkt zur Sicherung des Handelsweges.
‱ Im 16. Jahrhundert klagten die StĂ€dte Harburg, Stade, Buxtehude und LĂŒneburg beim Reichsgericht dagegen, dass Hamburg versuchte, seinen Machtbereich auf die SĂŒderelbe auszudehnen. Die Hamburger beauftragten daraufhin den Maler Melchior Lorichs, eine Karte der Unterelbe zu erstellen. Im Jahr 1568 wurde diese einen Meter hohe und zwölf Meter lange Karte dem Gericht vorgelegt, die die SĂŒderelbe verkleinert und die Norderelbe vergrĂ¶ĂŸert darstellte. Zudem waren sĂ€mtliche Fahrbahnmarkierungen und Leuchtfeuer eingezeichnet, die die Bedeutung und Sorge der Stadt Hamburg fĂŒr den Fluss hervorhoben. Mit dem fĂŒnfzig Jahre spĂ€ter ergangenen Urteil von 1618 entschied das Gericht, dass Norder- und SĂŒderelbe als ein Fluss anzusehen sei, auf den die Hamburger Privilegien anzuwenden waren.

‱ Mit dem Gottorper Vertrag von 1768 konnte Hamburg die Elbinseln und Niederungen zwischen Billwerder und Finkenwerder (so auch Kaltehofe, die Peute, die Veddel, Grevenhof, Griesenwerder, den Pagensand und den nördlichen Teil von Finkenwerder) in seinen Besitz bringen.
‱ Der wachsende Gebietsbedarf des Hamburger Hafens und die wasserbaulichen Maßnahmen zugunsten der Norderelbe verschĂ€rften im 19. Jahrhundert die Konflikte mit den damals preußischen NachbarstĂ€dten Altona und Harburg. In insgesamt drei sogenannten KöhlbrandvertrĂ€gen zwischen Hamburg und Preußen konnte man sich auf gemeinsame Interessen am Ausbau der Elbe einigen, in der Hoffnung, dass die HĂ€fen aller drei StĂ€dte davon profitieren:

Erster Köhlbrandvertrag 1868: Begradigung und Befestigung der Norderelbe, Ausbaggerung des Köhlbrands;
Zweiter Köhlbrandvertrag 1896: Stromkorrekturen und -regulierung, Elbvertiefung bei Nienstedten;
Dritter Köhlbrandvertrag 1908: Verlegung der KöhlbrandmĂŒndung um sechshundert Meter stromabwĂ€rts, weitere Vertiefung des Köhlbrands, Begradigung der SĂŒderelbe, VerlĂ€ngerung der BunthĂ€user Spitze um vierhundert Meter, um das Wasser zu gleichen Teilen ĂŒber Norder- und SĂŒderelbe zu leiten.

‱ Mit dem Staatsvertrag betreffend den Übergang von Wasserstraßen von 1921 (WaStrÜbgVtr) ging die Hoheit ĂŒber die Elbe und ihre NebenflĂŒsse und -kanĂ€le an das Deutsche Reich ĂŒber.cite-ref-14[14]

Hamburg sicherte sich die Aufsicht ĂŒber die Wasserwege von Oortkaten im Osten bis Blankenese im Westen, bei gleichzeitiger Verpflichtung des Reichs, dafĂŒr zu sorgen, „dass in der Regel die grĂ¶ĂŸten Schiffe Hamburg unter Ausnutzung des Hochwassers erreichen können“. Auf diesen Staatsvertrag stĂŒtzen sich Hamburgs AnsprĂŒche bis heute.cite-ref-15[15]

‱ 1929 kam es zur Vereinigung der hamburgisch-preußischen Hafengemeinschaft, mit der die Dörfer Finkenwerder, Francop, Moorburg und Altenwerder zum Hafenerweiterungsgebiet erklĂ€rt wurden.
‱ Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz (erlassen im Januar 1937) wurden neben anderem die HĂ€fen von Altona und Harburg und damit auch die Elbarme von SĂŒderelbe, Reiherstieg und Köhlbrand nach Hamburg eingemeindet; seitdem umfasst das Stadtgebiet die Elbe von Altengamme und Oortkaten bis nach Wittenbergen.

Historische Elbvertiefung

Neben den wasserbaulichen Maßnahmen und der politischen Absicherung aber war fĂŒr den wachsenden Hamburger Hafen das relativ flache Wasser der Elbe sowie deren partielle Versandung und Sedimentbewegung ein drĂ€ngendes Problem. Gegen die Verschlickung finden seit dem 15. Jahrhundert Ausbaggerungen im Hafenbereich statt. FĂŒr die Aufsicht ĂŒber das Fahrwasser, eine hinreichende Wassertiefe und den Schiffsverkehr wurde 1555 eigens die DĂŒpe-Kommission gegrĂŒndet (DĂŒpe ist das niederdeutsche Wort fĂŒr Wassertiefe), eine Behörde, aus der im 19. Jahrhundert das Amt Strom- und Hafenbau hervorging, wiederum VorgĂ€nger der heutigen Hamburg Port Authority. Die wachsenden SchiffsgrĂ¶ĂŸen in der Handelsschifffahrt jedoch stellten die Hamburger Wirtschaft bereits am Ende des 18. Jahrhunderts vor das Problem der geringen Fahrwassertiefe, dem man bis heute jeweils zeitweilig mit Elbvertiefungen begegnete. Seit 1818 wurde die Fahrrinne neun Mal vertieft.

| Elbvertiefung Nr. | bis 1818 | 1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8. | 9. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ZĂ€hlung lt. Hafenausbauplan | bis 1818 | - | - | 1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. |
| Beginn | bis 1818 | 1818 | 1850 | 1909 | 1922 | 1957 | 1964 | 1974 | 1991 | 2019 |
| Fertigstellung | bis 1818 | 1825 | 1862 | 1910 | 1937 | 1964 | 1969 | 1978 | 1999 | 2022 |
| Tiefe unter NN | −4,9 m | −5,4 m | −6,7 m | −9,4 m | −11,4 m | −12,4 m | −13,4 m | −14,9 m | −16,8 m | −17,8 m [ 18 ] |
| Tiefe unter SKN | −3,0 m | −3,5 m | −4,8 m | −7,5 m | −9,5 m | −10,5 m | −11,5 m | −13,0 m | −14,9 m | −15,9 m [ 19 ] |

Elbvertiefungen im 19. Jahrhundert

Bereits 1797 veröffentlichte Reinhard Woltman (1757–1837; Hamburger Wasserbaudirektor von 1814 bis 1836) in seinem Buch BeytrĂ€ge zur hydraulischen Architectur PlĂ€ne der Strombaukunst fĂŒr die Verbesserung der Schifffahrt auf der Elbe. Eine Umsetzung wurde jedoch durch die französische Besetzung der Stadt verzögert, doch von 1818 bis 1825 konnten nach Woltmans Vorgaben durch systematische Stromcorrectionen die FahrwassermĂ€ngel gemildert werden.cite-ref-21[20] Die technischen Möglichkeiten waren beschrĂ€nkt, so zogen Ewer mit sogenannten Stromeggen bei ablaufendem Wasser Schlick und Grund aus der Fahrrinne. Mit Drehewern, etwa 17 m langen und 4,3 m breiten hölzernen Fahrzeugen, an deren Bordwand ĂŒber ein Drehgelenk ein langstieliger Ketscher mit eingehĂ€ngtem Lederbeutel auf den Grund gelassen werden konnte, versuchte man die Sohle abzuschöpfen. Diese Ewer hatten ein Fassungsvermögen von 17 mÂł, die Beutel konnten jeweils 30 l Hafenschlick fassen. Auf diese Weise versuchte man eine Fahrrinne von gleichmĂ€ĂŸigen 3,5 m unter Seekartennull (SKN) zu schaffen und zu erhalten.cite-ref-22[21] In einem Bericht der Schiffahrts- und Hafendeputation vom 27. Juni 1826 wurde die erfolgreiche Vertiefung der Fahrrinne um 50 Zentimeter gemeldet.cite-ref-harald-g-hren-23-0[22]

Im Jahr 1834 stellte die Hamburger Schiffahrts- und Hafendeputation den ersten dampfbetriebenen Eimerkettenbagger fĂŒr die Nassbaggerei in Dienst. Um 1840 wurde nach Anlage der Kaimauer beim Johannisbollwerk am Jonashafen mit Hilfe dieses Baggers eine Wassertiefe von 13 Hamburger Fuß beziehungsweise 3,72 m SKN geschaffen. Die Probleme des zu flachen Fahrwassers aber entstanden hauptsĂ€chlich weiter elbab beim Blankeneser Sand, den die Schiffe nur an einer engen Stelle passieren konnten, bei Niedrigwasser oftmals ĂŒberhaupt nicht.cite-ref-24[23]cite-ref-harald-g-hren-23-1[22] Mit den Planungen fĂŒr den Ausbau des Hamburger Hafens seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden verstĂ€rkte Anstrengungen unternommen, die Elbe der Entwicklung der Dampfschifffahrt anzupassen. Unter Heinrich HĂŒbbe (1803–1871, Wasserbaudirektor von 1837 bis 1864) konnte in einem kombinierten Verfahren aus Nassbaggerei und Stromlenkung durch Buhnenbau zwischen 1850 und 1862 die Fahrrinne der Elbe auf 4,8 Meter vertieft werden.cite-ref-25[24]

Nach Abschluss des Köhlbrandvertrages zwischen Preußen und Hamburg 1868 kamen weitere Maßnahmen hinzu, wie Stromverbreiterungen, Befestigung der Uferlinien, Anlage von LeitdĂ€mmen und VerkĂŒrzung der Norderelbe durch Abflachung der KrĂŒmmungen. Insbesondere aber wurde der Köhlbrand ausgebaggert.cite-ref-26[25] Bis 1897 wurde das Fahrwasser durch diese diversen Maßnahmen sowie eine Ausbaggerung bei Nienstedten nach dem Zweiten Köhlbrandvertrag von 1896 auf ein Maß von etwa 6 Meter vertieft.cite-ref-27[26]

Elbvertiefungen im 20. Jahrhundert

Die offizielle ZĂ€hlung von Elbvertiefungen beginnt erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach dem Hafenausbauplan von 1908 und dem Dritten Köhlbrandvertrag, ebenfalls von 1908, bei dem eine langfristige Elbvertiefung auf 10,0 m unter SKN im gesamten Niederelbebereich festgelegt wurde, wurde die bereits seit 1897 geplante und zwischen 1909 und 1910 ausgefĂŒhrte Maßnahme als Erste Elbvertiefung benannt, ungeachtet dessen, dass das Fahrwasser bereits im 19. Jahrhundert von drei bis vier Metern auf sechs Meter vertieft worden war. Bei dieser dritten respektive ersten Elbvertiefung wurde ein Ausmaß von 7,5 m SKN bzw. 9,4 m NN erreicht, dabei wurden bei Blankenese die kĂŒnstlichen Inseln Schweinesand und Hanskalbsand aufgeschĂŒttet, um die Strömung in der Fahrrinne zu bĂŒndeln.

Nach Abschluss des Staatsvertrags vom 29. Juli 1921 war die Reichswasserstraßenverwaltung fĂŒr den „Um- und Ausbau der bestehenden Anlagen nach Maßgabe der verkehrs- und wirtschaftlichen BedĂŒrfnisse der LĂ€nder und der verfĂŒgbaren Mittel“ zustĂ€ndig.cite-ref-28[27] 1922 stellte Hamburg den Antrag auf weitere Vertiefung der Unterelbe, die Maßnahme wurde mit einem Nachtrag zum Staatsvertrag vom 18. Februar 1922 gebilligt. In der AusfĂŒhrung wurde 1922 der Pagensand bei Blankenese aufgeschĂŒttet und der Fluss bis 1937, mit einer Unterbrechung in den Krisenjahren, auf 9,5 m SKN bzw. 11,4 m NN vertieft.

Die fĂŒnfte Elbvertiefung beziehungsweise dritte des 20. Jahrhunderts wurde 1953 mit dem Ausbau der Rhinplate, einer Sandbank vor GlĂŒckstadt, eingeleitet. Bis 1964 kam es zu einer Vertiefung von 10,5 m SKN oder 12,4 m NN.cite-ref-baumassnahmen-17-1[17]

Die direkt im Anschluss folgende sechste Vertiefung wurde vor allem mit der Rolle der Mineralölindustrie im Hamburger Hafen und dem Anwachsen von Tankschiffen begrĂŒndet, nach dieser Maßnahme mit der Schaffung eines Flussbetts von 11,5 m SKN bzw. 13,4 m NN sollten Tanker mit einem Ladegewicht von bis zu 70.000 Tonnen vollbeladen die Elbe aufwĂ€rtsfahren können.

Zwischen 1974 und 1978 wurde der weitere Ausbau der Fahrrinne auf 13,0 m SKN, bzw. 14,9 m NN betrieben, hinzu kamen umfangreiche AufspĂŒlungen von Hollerwettern bis Scheelenkuhlen, im Vorland von GlĂŒckstadt, am FĂ€hrmannssand und von Hanskalbsand zusammen mit Neßsand.

Die achte Elbvertiefung wurde ab 1991 geplant und von 1998 bis 1999 umgesetzt, das Ergebnis war eine Fahrrinnentiefe von 12,9 m SKN oder 16,8 m NN. Seitdem können Containerschiffe die Elbe tideunabhĂ€ngig bis zum Hamburger Hafen mit einem SĂŒĂŸwassertiefgang von 12,8 m bei einer Breite von 32,3 m befahren, Massengutschiffe bis zu einer Breite von 45 m bei gleicher Tiefe. Der Tidenhub betrĂ€gt normalerweise 3,7 m, weshalb sich der maximale Tiefgang bei Flut um etwa 1,8 m erhöht. So können tideabhĂ€ngig auslaufende Schiffe einen Salzwassertiefgang von maximal 13,5 m haben. Es gibt ein Startfenster von 30 bis 80 Minuten, in dem Schiffe, je nach Typ, auch mit einem Tiefgang von maximal 15,1 m die Elbe hinauf fahren können. Damit sollte der Entwicklung der SchiffsgrĂ¶ĂŸen entsprochen worden sein.

Auswirkungen bis zur achten Elbvertiefung

VerÀnderungen des Elbpegels in Hamburg

Bereits durch die ersten acht Elbvertiefungen hatte sich das ursprĂŒngliche Tidegeschehen zwischen mittlerem Tideniedrigwasser (MTnw) und mittlerem Tidehochwasser (MThw) sowie die WasserstĂ€nde bei Sturmfluten (HThw) erheblich vergrĂ¶ĂŸert. Der Tidenhub hatte sich in Hamburg bis zur Jahrtausendwende gut verdoppelt.cite-ref-29[28] Das mittlere Niedrigwasser war seit 1870 von −0,3 auf −1,5 m gefallen, wĂ€hrend das mittlere Hochwasser von 1,6 m auf 2,1 m gestiegen war.cite-ref-30[29] Erkennbar war das gestiegene Hochwasser an der wesentlich hĂ€ufigeren Überflutung des Hamburger Fischmarktes. Das gefallene Niedrigwasser dagegen gefĂ€hrdete Ufersicherungen und zahlreiche Bauwerke auf HolzpfĂ€hlen, deren Köpfe durch Sauerstoffeinfluss verrotteten, da sie nicht mehr stĂ€ndig unter Wasser lagen.cite-ref-31[30]

Sauerstofflöcher nach der achten Elbvertiefung

Seit dem Sommer 2000 werden vermehrtcite-ref-32[31]cite-ref-33[32]cite-ref-kritik-an-gedaschko-34-0[33]cite-ref-35[34]cite-ref-36[35]cite-ref-37[36]cite-ref-38[37] und ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume sommerliche Sauerstofflöcher mit einem Sauerstoffgehalt von weniger als 3 Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser in der Tideelbe beobachtet. UrsĂ€chlich ist die achte Elbvertiefung mit ihrem RĂŒckgang von Flachwassergebieten durch Sedimentation, die gestiegenen Unterhaltungsbaggerungen und das Schlickeggen im Hamburger Hafen und im Unterlauf.cite-ref-39[38] Die Sauerstofflöcher traten bereits im Mai auf, eine Vorverlagerung im Jahresverlauf, welche die Population der Jungfische von Stint und Meerforelle vernichteten, wodurch die Stintpopulation in der Unterelbe seit 2018 zusammenbrach. Die Sauerstofflöcher hielten nach der achten Elbvertiefung bis Ende September an, eine außerordentliche VerlĂ€ngerung der Mangelperiode und ein Indiz, dass die wasserbaulichen Eingriffe der achten Elbvertiefung den Sauerstoffgehalt der Unterelbe empfindlich absenkten. Beispielsweise löste das 15 km lange Sauerstoffloch im Juni 2007 unterhalb von Hamburg auf dem Weg zur Nordsee ein vollstĂ€ndiges Fischsterben in der Unterelbe aus.cite-ref-kritik-an-gedaschko-34-1[33]

Die neunte Elbvertiefung

Verfahren

Planfeststellung

Drei Wochen bevor die achte Elbvertiefung am 30. November 2000cite-ref-40[39] den offiziellen Abschluss fand, wurde zur Erhaltung der WettbewerbsfĂ€higkeit der HĂ€fen die nĂ€chste Vertiefung bis 2003 vom Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe gefordert.cite-ref-41[40] Im September 2006 wurde auf Grundlage des Bundeswasserstraßengesetzes das Planfeststellungsverfahren fĂŒr die 9. Elbvertiefung beantragt. Die Auslegung der Planunterlagen erfolgte vom 21. MĂ€rz bis zum 4. Mai 2007 mit verkĂŒrzter sechswöchiger Frist lt. Gesetz zur Beschleunigung von Planungsverfahren fĂŒr Infrastrukturvorhaben (InfraStrPlanVBeschlG).cite-ref-42[41] In dieser Zeit wurden von den betroffenen Menschen, VerbĂ€nden und Kommunen ca. 5200 Einwendungen erhoben. Die Einwendungen legten erhebliche MĂ€ngel der Planung offen, die wesentliche Änderungen der PlĂ€ne zur Folge hatten. Am 11. Juni 2007 wurde der Antrag auf DurchfĂŒhrung einer vorgezogenen Teilbaumaßnahme von Hamburg Port Authority zurĂŒckgezogen.cite-ref-43[42] Im Herbst 2008 wurde eine erneute vierwöchige Planauslegung durchgefĂŒhrt. Zuletzt hatte es 7200 Einwendungen gegeben.

Danach fand das dritte öffentliche Beteiligungsverfahren fĂŒr die neunte Elbvertiefung statt: vom 31. Mai bis 14. Juli 2010 lagen die Planunterlagen in den betroffenen StĂ€dten und Gemeinden Schleswig-Holsteins und Niedersachsens und den Hamburger Bezirken aus. ZunĂ€chst wurde mit dem Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses im Herbst 2010 gerechnet,cite-ref-44[43] dieser Zeitplan konnte allerdings nicht gehalten werden. Zuletzt ĂŒbermittelte die Planfeststellungsbehörde im Januar 2011 der EuropĂ€ischen Kommission die Unterlagen fĂŒr eine Stellungnahme nach der FFH-Richtlinie.cite-ref-45[44]

Am 6. Dezember 2011 verabschiedete die EuropĂ€ische Kommission die Stellungnahme gemĂ€ĂŸ Artikel 6 Absatz 4 der Richtlinie und stellte fest, dass das Projekt der Elbvertiefung „aus zwingenden GrĂŒnden des ĂŒberwiegenden öffentlichen Interesses“ durchgefĂŒhrt werden kann, auch wenn die VertrĂ€glichkeitsprĂŒfung negative Auswirkungen auf umliegende Gebiete, insbesondere Natura-2000-Gebiete aufzeigt.cite-ref-46[45] Es wurden strenge Auflagen bezĂŒglich des Schutzes der prioritĂ€ren Pflanzenart Schierlings-Wasserfenchel (Oenanthe conioides) und ein zwölfjĂ€hriges Monitoring vorgesehen. Dieses wird in Hamburg seit 2009 im zweijĂ€hrigen Turnus durchgefĂŒhrt.cite-ref-47[46] Diese Berichte mĂŒssen, laut Stellungnahme der EuropĂ€ischen Kommission, ĂŒber das Internet der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht werden. ZusĂ€tzlich wurde verlangt, dass Ersatzstandorte fĂŒr diese streng geschĂŒtzte Pionierpflanze an den Standorten SpadenlĂ€nder Busch / Kreetsand, Zollenspieker, Alter Moorburger Hafen, SpadenlĂ€nder Spitze und Overhaken errichtet werden mĂŒssen.

Mit ĂŒbereinstimmenden PlanfeststellungsbeschlĂŒssen vom 23. April 2012 ließen die beiden Planfeststellungsbehörden des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg das Vorhaben schließlich zu.cite-ref-48[47] Gegen diese PlanfeststellungsbeschlĂŒsse klagten zwei UmweltverbĂ€nde, der BUND und der Naturschutzbund Deutschland. Am 17. Oktober 2012 stellte das Bundesverwaltungsgericht im Wege des vorlĂ€ufigen Rechtsschutzes die aufschiebende Wirkung der Klage gegen die PlanfeststellungsbeschlĂŒsse des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg wieder her, so dass die PlanfeststellungsbeschlĂŒsse nicht mehr vorlĂ€ufig vollziehbar waren. Das Bundesverwaltungsgericht wollte zunĂ€chst weitreichende Fragen zum GewĂ€sser- und Artenschutz klĂ€ren, bevor durch Baumaßnahmen Fakten geschaffen worden wĂ€ren.cite-ref-49[48] Das Bundesverwaltungsgericht zeigte im weiteren Verfahren mit einem Hinweisbeschluss eine Reihe von Rechtsfehlern in den PlanfeststellungsbeschlĂŒssen auf, die aber nach Auffassung des Gerichts durch Nachbesserungen geheilt werden können;cite-ref-50[49] zudem wollte das Bundesverwaltungsgericht die Entscheidung des EuropĂ€ischen Gerichtshofs zu Fragen des europĂ€ischen Wasserrechts im Verfahren um die Fahrrinnenanpassung in der Weser abwarten. Die Planfeststellungsbehörden erließen daraufhin einen weiteren PlanergĂ€nzungsbeschluss, um diesen ersten Hinweisen des Bundesverwaltungsgerichts nachzukommen.cite-ref-51[50] Nachdem die Entscheidung des EuropĂ€ischen Gerichtshofs zur Weser vorlag, urteilte das Bundesverwaltungsgericht am 9. Februar 2017, dass auch die ergĂ€nzten PlanfeststellungsbeschlĂŒsse rechtswidrig und nicht vollziehbar seien, aber nicht an MĂ€ngeln litten, die zur Aufhebung der BeschlĂŒsse fĂŒhren mĂŒssten.cite-ref-52[51] Das Gericht benannte zwei MĂ€ngel, die sich auf die Eingriffsermittlung und die KohĂ€renzsicherung zugunsten des Schierlings-Wasserfenchels beziehen. Diese beiden MĂ€ngel könnten die Behörden des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg in einem ergĂ€nzenden Verfahren heilen; im Übrigen seien alle Angriffe der klagenden UmweltverbĂ€nde unbegrĂŒndet.cite-ref-53[52]cite-ref-54[53]

Die Bereitstellung der nötigen geeigneten AusgleichsflĂ€chen gestaltete sich fĂŒr die Behörden des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg in der Vergangenheit ĂŒberaus schwierig; dies verschĂ€rfte sich dadurch, dass das Bundesverwaltungsgericht die Anforderungen an die Ausweisung von AusgleichsflĂ€chen sehr hoch ansetzt und genau prĂŒft. Die klagenden UmweltverbĂ€nde kĂŒndigten an, bei weiteren zweifelhaften FlĂ€chenzuweisungsversuchen erneut gegen die Planfeststellungsbehörden zu klagen.

Am 4. Juni 2020 entschied das Bundesverwaltungsgericht jedoch, dass die PlanfeststellungsbeschlĂŒsse zur Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe nach ihrer erneuten Änderung von Rechts wegen nicht mehr zu beanstanden seien.cite-ref-55[54]cite-ref-56[55]

Freigabe der maximalen TiefgÀnge

Die Hansestadt Hamburg und die Bundesverwaltung Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) gaben in der Folge die neuen maximalen TiefgĂ€nge auf der Unterelbe frei. UnabhĂ€ngig von Ebbe und Flut dĂŒrfen seitdem alle Schiffe mit einem Tiefgang von 13,50 Metern den Hamburger Hafen anlaufen. Auf der Flutwelle sind sogar TiefgĂ€nge bis 14,50 Metern zulĂ€ssig.cite-ref-buchen-57-0[56] Insbesondere die SedimenteintrĂ€ge in der Außenelbe haben jedoch zu Behinderungen des Schifffahrt gefĂŒhrt. Der Bund musste die zulĂ€ssigen HöchsttiefgĂ€nge in mehreren FĂ€llen auf bis zu 10,30 Meter reduzieren.cite-ref-buchen-57-1[56]cite-ref-58[57] Außerdem wurden bis Oktober 2022 fĂŒr den Unterhalt der Fahrrinne rund 40 Millionen Kubikmeter Schlick aus der Elbe gebaggert.cite-ref-59[58]

Planungsdetails der neunten Elbvertiefung

Ausgangslage fĂŒr die geplante Elbvertiefung war die durch die letzte Vertiefung geschaffene Situation. Aus hydrologischen GrĂŒnden war die Fahrrinne bei der Vertiefung von 1999 nicht durchgĂ€ngig und einheitlich vertieft worden, sondern zwischen Otterndorf und LĂŒhe war ein Sockel belassen worden. Diese sogenannte „Sockellösung“ war ein Kompromiss zwischen der Befahrbarkeit durch tiefgehende Schiffe einerseits sowie der Vermeidung negativer hydrologischer Auswirkungen bei Hochwasser, Niedrigwasser und Fließgeschwindigkeit. Aufgabe dieses Sockels ist die DĂ€mpfung des Tidegeschehens.

Bei der neunten Elbvertiefung wollen die Planer andere Wege beschreiten. Die TidedĂ€mpfung soll kĂŒnftig nicht mehr zwischen Otterndorf und LĂŒhe, sondern bereits in der MĂŒndung erfolgen. Hauptelement dafĂŒr ist die VerfĂŒllung der Medemrinne im Bereich des Altenbrucher Bogens mit knapp 13 Millionen Kubikmetern Sediment. Der Teilverschluss dieses Nebenfahrwassers fĂŒhrt laut Planunterlagen zu starken hydrodynamischen VerĂ€nderungen. So soll sich die Fließgeschwindigkeit im Hauptfahrwasser im Altenbrucher Bogen um 15 % erhöhen, dort wird mit bis zu 3,5 m/s jetzt bereits die höchste Fließgeschwindigkeit in der Elbe gemessen. Außerdem soll durch den Verschluss der Medemrinne die Tidepegelerhöhung in der Unterelbe halbiert werden und die Versalzung nicht ganz so weit ins Binnenland dringen. Gegengutachter der UmweltverbĂ€nde bemĂ€ngelten, dass die Rechenmodelle zur Strömungsdynamik nach der MedemrinnenverfĂŒllung sich auf einen extrem knappen Zeitraum von 14 Tagen beschrĂ€nken. Durch Modelle mit lĂ€ngerem Berechnungszeitraum ermittelten die Gegengutachter eine stark abweichende Sedimentlagerung.

Im Gegenzug zur VerfĂŒllung der Medemrinne soll der Sockel zwischen Otterndorf und LĂŒhe kĂŒnftig entfallen, dort soll die Fahrrinne auf 19 m unter Normalnull vertieft werden, ebenso wird das Hauptfahrwasser im Altenbrucher Bogen um bis zu 2,4 m vertieft.

Bei Flusskilometer 695 soll ein Warteplatz fĂŒr große Container- und Frachtschiffe im Bereich der Nordost-Reede vor dem Elbehafen BrunsbĂŒttel eingerichtet werden sowie eine Verbreiterung kurz vor Hamburg (nautische Bezeichnung „Begegnungsbox“ und wasserbauliche Bezeichnung „Sedimentfalle“). Sie soll (Stand Mai 2013) sieben Kilometer lang und 400 m breit sein bzw. werden.cite-ref-60[59] Mit der Errichtung einer Sedimentfalle wurde bereits im Mai 2008 begonnen, wogegen der Landkreis Stade Klage erhoben hat. Das dort anfallende Baggergut wird am Leitdamm vor Cuxhaven verklappt, der sonst zu unterkolken droht.

Das Baggergut wird an verschiedenen (teilweise auch heute schon genutzten) Klappstellen verklappt. Das erste große Verklappungsgebiet wird die Medemrinne sein, die dadurch aufgehöht werden soll. Die kleinen heute schon fĂŒr die Erhaltungsbaggerung benötigten Klappstellen vor Cuxhaven bleiben weiter bestehen.

FĂŒr die Unterwasserdeponien in der Medemrinne und vor dem Neufelder Watt ist ein Volumen von ca. 20 Mio. mÂł vorgesehen. Die Schließung der Medemrinne ist auch als Deponie fĂŒr Baggergut ein wesentliches Element der geplanten Baumaßnahme. Das Baggergut im Bereich BrunsbĂŒttel wird auch dort verklappt, weiter in Richtung Wedel wird es zur Errichtung von Flachwasserzonen an verschiedenen Uferbereichen genutzt, um den Flutschutz von Hamburg zu unterstĂŒtzen. Die Elbinsel Pagensand wird dabei aufgespĂŒlt. Aus der sandigen Fahrrinne vor Hamburg soll das Baggergut fĂŒr verschiedene anstehende Baumaßnahmen im Hafen genutzt werden. FĂŒr die letzte Elbvertiefung wurden 14 Mio. mÂł gebaggert, die Unterhaltungsbaggerungen betragen derzeit ca. 20 Mio. mÂł p. a. und fĂŒr die geplante Maßnahme sind insgesamt 38,5 Mio. mÂł veranschlagt. Eine Zahl zum Vergleich: FĂŒr den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven wurden 3,5 Mio mÂł gebaggert.

Neben der geschilderten Vertiefung der Fahrrinne in bestimmten Bereichen ist in einigen Bereichen eine Verbreiterung der Fahrrinne um maximal zwanzig Meter geplant, um Schiffsbegegnungen („Begegnungsverkehr“) zu erleichtern.cite-ref-planunterlagen-61-0[60]

Kosten-Entwicklung der neunten Vertiefung

2005 wurde die Maßnahme mit rund 320 Millionen Euro veranschlagt, mit einer Kostenaufteilung von einem Drittel fĂŒr Hamburg und zwei Dritteln fĂŒr den Bund.cite-ref-62[61] Der Hamburger Senat unter Olaf Scholz („Senat Scholz I“) plante demnach, sich an den Kosten mit ca. 80 Millionen Euro zu beteiligen, der Bund sollte die verbleibenden 240 Millionen Euro ĂŒbernehmen. Ende 2008 wurde die Kostenkalkulation auf rund 400 Millionen Euro Gesamtkosten korrigiert.cite-ref-63[62] Mitte 2018 wurden neue Zahlen veröffentlicht, demnach wurden die Gesamtkosten nun auf rund 850 Millionen Euro kalkuliert, die Stadt Hamburg hĂ€tte davon ca. 286 Millionen Euro zu tragen.cite-ref-64[63] Aufgrund dieser erneuten Kostensteigerung forderte die Umweltschutzorganisation BUND vom Landesrechnungshof eine Untersuchung zur Kosten-Nutzen-Rechnung.cite-ref-65[64]

ProjektbegrĂŒndung der neunten Vertiefung

Ausgangspunkt fĂŒr das offiziell als Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe fĂŒr 14,5 m tiefgehende Containerschiffe bezeichnete Bauvorhabencite-ref-66[65] ist die mit den Planunterlagen vorzulegende BedarfsbegrĂŒndung. Sie basiert auf den Untersuchungen der Planco Consulting GmbH sowie verschiedener Fachbehörden des Bundes und eigener Untersuchungen des ProjektbĂŒros. Danach wird die erneute Vertiefung der Elbe vom VorhabenstrĂ€ger (VT) mit ökonomischen Interessen begrĂŒndet.

Die starke Zunahme des Welthandels hatte zweistellige Zuwachsraten beim Containerverkehr und den Trend zu grĂ¶ĂŸeren Containerschiffen zur Folge. Große und tiefgehende Containerschiffe werden insbesondere auf langen Fahrten eingesetzt, also zwischen Europa und Fernost. Der Ferne Osten ist das traditionelle Handelsgebiet des Hamburger Hafens. Dementsprechend hat auch dieser Verkehr stark zugenommen und wird weiter zunehmen. Dem Containerschiff mit 14,5 m Konstruktionstiefgang kommt dabei nach vorliegenden Erkenntnissen die Hauptrolle zu. Die Zunahme tiefergehender Schiffe am Fernosthandel fĂŒhrt auch zu grĂ¶ĂŸeren tatsĂ€chlichen TiefgĂ€ngen.

So stehen die Reeder laut VT zunehmend vor dem Problem, entweder Wartezeiten oder Landungsverluste in Kauf zu nehmen oder sogar auf andere HÀfen auszuweichen. Aufgrund des weltweit in festen FahrplÀnen getakteten Containerschiffsverkehrs spielt VerlÀsslichkeit hier eine herausragende Rolle.

Aufgrund der Restriktionen der gegenwĂ€rtigen AnlaufverhĂ€ltnisse werden Landungsverluste, Ladungsumlenkung und der Verlust ganzer Linien und damit eine erhebliche BeeintrĂ€chtigung der WettbewerbsfĂ€higkeit des Hamburger Hafens befĂŒrchtet. Die Prognosen gingen bei ohne weitere Verzögerungen durchgefĂŒhrter Elbvertiefung von einem Umschlag von 18 Mio. TEU im Jahr 2015 aus und ermittelten fĂŒr den Fall des Verzichts einen Umschlag von 16 Mio. TEU. Dieser mögliche Ladungsverlust von 2 Mio. TEU begrĂŒndete im Kern die geplante Elbvertiefung.cite-ref-67[66] Der Endbericht der Potenzialprognose des Instituts fĂŒr Seeverkehrswirtschaft und Logistik von 2010 ermittelt fĂŒr 2025 gegenĂŒber den Planco-Gutachten mit 27,8 Mio. TEU geringere Umschlagszahlen. Hier werden je nach weltwirtschaftlicher Entwicklung fĂŒr 2025 Umschlagszahlen zwischen 15,7 und 25,3 Mio. TEU genannt.cite-ref-68[67]

ArbeitsplÀtze

Laut der Behörde fĂŒr Wirtschaft und Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg waren 2005 in der Metropolregion Hamburg rund 154.000 ArbeitsplĂ€tze direkt und indirekt vom Hafen Hamburg abhĂ€ngig. So sind etwa 68.000 PlĂ€tze direkt der Hafenwirtschaft in Seehafenbetrieben, Logistikunternehmen oder Finanzdienstleistungsunternehmen bzw. der öffentlichen Verwaltung mit Hafenbelangen zuzuordnen. 18.000 Angestellte sind der Hafenindustrie angehörig. Weitere 68.000 BeschĂ€ftigte sind diesen Angaben zufolge indirekt vom Hafen abhĂ€ngig. Sie arbeiten in Unternehmen, die geschĂ€ftliche Beziehungen zu Unternehmen aus Hafenwirtschaft und -industrie unterhalten. Hinzugerechnet werde dabei auch die BeschĂ€ftigten, die durch die Konsumausgaben der im Hafen angestellten Menschen ihren Arbeitsplatz gesichert haben. Je ein Drittel dieser BeschĂ€ftigten kommen aus den anliegenden BundeslĂ€ndern des Hafens.cite-ref-69[68] Vertreter der Hafenwirtschaft betonen die Bedeutung des Hamburger Hafens fĂŒr den Arbeitsmarkt: Von 2001 bis 2004 seien netto 9000 ArbeitsplĂ€tze in der Hafenwirtschaft entstanden.cite-ref-70[69]

Das fĂŒr die Vertiefung zustĂ€ndige ProjektbĂŒro ging von jĂ€hrlich 2 Mio. TEU zusĂ€tzlich möglichem Umschlag, dadurch rund 17.700 direkt und indirekt hafenabhĂ€ngigen ArbeitsplĂ€tzen und 2,4 Mrd. Euro möglicher jĂ€hrlicher Wertschöpfung durch die Auswirkungen der Maßnahme aus.cite-ref-71[70] Mit Fahrrinnenvertiefung seien bis 2015 168.000 hafenabhĂ€ngige ArbeitsplĂ€tze insgesamt möglich, ohne wurde mit einem RĂŒckgang auf etwa 120.000 gerechnet.[veraltet]cite-ref-projekt-72-0[71]

Kritiker aus den UmweltverbĂ€nden, von den GrĂŒnen und der niedersĂ€chsischen Politik bezweifeln die Zahlen. Der Anteil der Schiffe, die die geplante Tiefe ausnutzen können, sei derzeit noch gering, die weitere Entwicklung nicht sicher. Da die Schiffe und die einzelnen Container nur selten maximal beladen sind, erreichten Schiffe nur selten den maximalen Tiefgang.cite-ref-73[72] Das Projekt Fahrrinnenanpassung sei auf Prognosen des BĂŒros Planco Consulting gestĂŒtzt, die von Kritikern als intransparent und veraltet betrachtet werden.cite-ref-74[73]cite-ref-75[74] Die in der ProjektbegrĂŒndung genannte Zahl der vom Hamburger Hafen abhĂ€ngigen ArbeitsplĂ€tze sei zwar beeindruckend und öffentlichkeitswirksam, sage aber tatsĂ€chlich nichts ĂŒber die Zahl ArbeitsplĂ€tze aus, die durch die erneute Elbvertiefung geschaffen oder gesichert werden können.cite-ref-76[75] Zahlen ĂŒber Arbeitsplatzverluste in Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus wurden laut Planunterlagen nicht erhoben. Abnehmende FischbestĂ€nde und FangplĂ€tze,cite-ref-77[76] zunehmende Verbrackungcite-ref-78[77] sowie die Schließung kleiner HĂ€fencite-ref-79[78] haben Arbeitsplatzverluste zur Folge.

Dieter LĂ€pple vom Institut fĂŒr Stadt- und Regionalökonomie der TUHH hat Arbeitsmarktuntersuchungen unter anderem auch in Hamburg durchgefĂŒhrt und bestreitet grundsĂ€tzlich den Zusammenhang zwischen Hafenwachstum und ArbeitsplĂ€tzen. Er bezeichnet die Zahlen als Mondrechnungen, die nicht haltbar sind.cite-ref-80[79]

SchiffsgrĂ¶ĂŸen und Fahrrinnentiefe

FĂŒr die Ermittlung der Fahrrinnentiefe sind folgende Parameter zu berĂŒcksichtigen: SchiffsgrĂ¶ĂŸe, Mindertide, TiefgangsĂ€nderung infolge DichteĂ€nderung des Wassers, Squat, KrĂ€ngung, Netto-Kielfreiheit, Ungenauigkeit der Wasserstandsvorhersage, Ungenauigkeit der Tiefgangsmessung, Seegang sowie Peilungenauigkeit.

| | derzeit | geplant | | | |
|---|---|---|---|---|---|
| tideunabhÀngig | 12,5/12,8 (Panmax) Breite < 32,3 m 12,4/12,7 (PostPanmax) Breite > 32,3 m | 13,5/13,8 | | | |
| tideabhÀngig ausgehend | 13,5/13,8 | 14,5/14,8 | | | |
| tideabhÀngig einkommend | 14,8/15,1 | 15,6/15,9 | | | |
| (*) Im Schiffsverkehr auf der Elbe ist der Tiefgang in Frischwasser maßgeblich. Der Frischwassertiefgang betrĂ€gt ca. 30 cm mehr als der Salzwassertiefgang. In der Planung ist der Frischwassertiefgang berĂŒcksichtigt. | (*) Im Schiffsverkehr auf der Elbe ist der Tiefgang in Frischwasser maßgeblich. Der Frischwassertiefgang betrĂ€gt ca. 30 cm mehr als der Salzwassertiefgang. In der Planung ist der Frischwassertiefgang berĂŒcksichtigt. | (*) Im Schiffsverkehr auf der Elbe ist der Tiefgang in Frischwasser maßgeblich. Der Frischwassertiefgang betrĂ€gt ca. 30 cm mehr als der Salzwassertiefgang. In der Planung ist der Frischwassertiefgang berĂŒcksichtigt. | (*) Im Schiffsverkehr auf der Elbe ist der Tiefgang in Frischwasser maßgeblich. Der Frischwassertiefgang betrĂ€gt ca. 30 cm mehr als der Salzwassertiefgang. In der Planung ist der Frischwassertiefgang berĂŒcksichtigt. | (*) Im Schiffsverkehr auf der Elbe ist der Tiefgang in Frischwasser maßgeblich. Der Frischwassertiefgang betrĂ€gt ca. 30 cm mehr als der Salzwassertiefgang. In der Planung ist der Frischwassertiefgang berĂŒcksichtigt. | (*) Im Schiffsverkehr auf der Elbe ist der Tiefgang in Frischwasser maßgeblich. Der Frischwassertiefgang betrĂ€gt ca. 30 cm mehr als der Salzwassertiefgang. In der Planung ist der Frischwassertiefgang berĂŒcksichtigt. |
| Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] |

| | Elbvertiefung 1999 | geplante Elbvertiefung | „ COSCO -Asia“-Klasse (*) 10.046 TEU | | |
|---|---|---|---|---|---|
| Konstruktionstiefgang | 13,5 m | 14,5 m | 14,5 m | | |
| LĂ€nge | 300 m | 350 m | 349 m | | |
| Breite | 32,2 m | 46,0 m | 45,6 m | | |
| Startfenster auslaufend | 30–80 min | 120 min | | | |
| (*) lĂ€uft den Hamburger Hafen seit September 2007 im Linienverkehr ĂŒberwiegend tideunabhĂ€ngig an und lĂ€uft tideunabhĂ€ngig aus | (*) lĂ€uft den Hamburger Hafen seit September 2007 im Linienverkehr ĂŒberwiegend tideunabhĂ€ngig an und lĂ€uft tideunabhĂ€ngig aus | (*) lĂ€uft den Hamburger Hafen seit September 2007 im Linienverkehr ĂŒberwiegend tideunabhĂ€ngig an und lĂ€uft tideunabhĂ€ngig aus | (*) lĂ€uft den Hamburger Hafen seit September 2007 im Linienverkehr ĂŒberwiegend tideunabhĂ€ngig an und lĂ€uft tideunabhĂ€ngig aus | (*) lĂ€uft den Hamburger Hafen seit September 2007 im Linienverkehr ĂŒberwiegend tideunabhĂ€ngig an und lĂ€uft tideunabhĂ€ngig aus | (*) lĂ€uft den Hamburger Hafen seit September 2007 im Linienverkehr ĂŒberwiegend tideunabhĂ€ngig an und lĂ€uft tideunabhĂ€ngig aus |
| Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] | Quelle: Planunterlagen. [ 60 ] |

Welche Schiffe die Elbe unter welchen Bedingungen befahren können, kann stets aktuell im Elektronischen Wasserstraßensystem (ELWIS) ermittelt werden.cite-ref-82[81]

Die Sohle der Fahrrinne soll dieser Berechnung zufolge ĂŒberwiegend auf 17,3 m unter NN und maximal bis auf 19,0 m unter NN gebaggert werden. In den Planunterlagen wird die Berechnung hiercite-ref-planunterlagen-61-3[60] ab Seite 14 vorgenommen.

Auswirkungen der neunten Elbvertiefung

Der KĂŒstenschutz ist gerade im Land Hadeln ein viel beachtetes Thema. Weite Teile der Marsch, insbesondere die Samtgemeinde Land Hadeln, liegen unter dem Meeresspiegel. WĂŒrde bei Otterndorf, zum Beispiel am Glameyer-Stack, der Deich brechen, wĂ€re eine großflĂ€chige Überflutung zu befĂŒrchten. Die Ausbaugegner befĂŒrchten u. a. eine GefĂ€hrdung der Deichsicherheit durch die geplante Elbvertiefung infolge von Wasserstands- und Strömungserhöhungen. WĂ€hrend der Wasserspiegel weltweit im 20. Jahrhundert um 18 cm anstieg, betrug der Anstieg in Hamburg-St. Pauli 56 cm. Dies ist laut Prof. Graßl auf die Elbvertiefungen zurĂŒckzufĂŒhren und zeigt sich an der hĂ€ufigeren Überflutung des Fischmarktes.cite-ref-83[82]

GrĂ¶ĂŸere und zu schnell fahrende Schiffe gefĂ€hrden Anrainer und BadegĂ€ste.cite-ref-84[83] Nachdem es 2006 sechs registrierte VorfĂ€lle an der Elbe gab, hat sich die Bundesstelle fĂŒr Seeunfalluntersuchung in Hamburg eingeschaltet. Eine „auffĂ€llige HĂ€ufung dieser UnfĂ€lle durch Sog- und Wellenschlag“ erfordere eine genauere Untersuchung. Sowohl labortechnische Untersuchungen als auch Naturmessungen bestĂ€tigen die Zunahme von schiffsinduzierten Belastungen auf Ufer, Deiche und Siele. Dabei stellt neben der GrĂ¶ĂŸe vor allem die Geschwindigkeit der Schiffe den Hauptfaktor der Belastungen dar. „Die maximalen Schiffsgeschwindigkeiten ĂŒber Grund der tiefgehenden tideabhĂ€ngigen PPM-Containerschiffe liegen deutlich ĂŒber den heutigen Bemessungsgeschwindigkeiten“. Es sind weitere Zunahmen der Belastungen zu erwarten.cite-ref-85[84]

Umweltrisiko

Das Umweltrisiko wird von verschiedenen Bundesbehörden und Gutachtern unterschiedlich eingeschÀtzt.

Die Bundesanstalt fĂŒr GewĂ€sserkunde kommt in ihrer UmweltrisikoeinschĂ€tzung fĂŒr die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbecite-ref-86[85] zum Ergebnis: Umweltrisiko „mittel“.

Das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (BfN) kommt zu dem Ergebnis, dass die Planungsunterlagen umfangreich „zu ĂŒberarbeiten“ sind und vielen AusfĂŒhrungen der UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung „nicht gefolgt werden kann“. Vor allem die Feststellung, dass die Elbvertiefung im Sinne der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu unerheblichen Eingriffen fĂŒhre, teile das BfN ausdrĂŒcklich nicht.cite-ref-87[86]

Laut BfN kommt nur hier der Schierlings-Wasserfenchel vor, der nach der Roten Liste der Farn- und BlĂŒtenpflanzen Deutschlands (Korneck et al. 1996) als „vom Aussterben bedroht“ klassifiziert ist. Es handelt sich um eine endemische Art, sodass fĂŒr die Arterhaltung sowohl fĂŒr den Bund als auch fĂŒr die betroffenen LĂ€nder eine besondere Verantwortlichkeit besteht.

Die Richtlinie 92/43 EWG des Rates von 1992 (FFH-Richtlinie) stuft den Schierlings-Wasserfenchel als prioritĂ€re Art ein. Dieser Status verpflichtet die Bundesrepublik Deutschland zur möglichst umgehenden DurchfĂŒhrung von Schutzmaßnahmen, die den Erhaltungszustand dieser Art verbessern.cite-ref-88[87]

In der „Machbarkeitsstudie weitere Fahrrinnenanpassung Unter- und Außenelbe“ der „Projektgruppe Voruntersuchung Fahrrinnenanpassung“, zusammengesetzt aus verschiedenen Wasser- und Schifffahrtsdirektionen sowie des damaligen Amtes Strom- und Hafenbau der Hamburger Behörde fĂŒr Wirtschaft und Arbeit, wird unter der Ermittlung des fachspezifischen Umweltrisikos festgestellt, dass aufgrund

‱ „[
] der ĂŒberwiegend hohen Raumbedeutung und des vornehmlich geringen Grades der Belastungen das Vorhaben einer weiteren Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe insgesamt in die Risikogruppe ‚mittleres Umweltrisiko (3)‘ eingeordnet [wird]: ‚Entscheidungserhebliche Umweltrisiken sind zu erwarten. Sie können nur teilweise vermieden bzw. minimiert werden. Mit umfangreichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist zu rechnen.‘“
‱ „[
] Das fachspezifische Umweltrisiko ergibt sich aus der Kombination von Raumbedeutung und dem abgeschĂ€tzten Grad der ausbaubedingten Belastungen bei der GesamteinschĂ€tzung [
]“

Ein weiteres Gutachten fasst zusammen:

‱ „[
] Baubedingte Auswirkungen auf aquatische und amphibische Biotope sind nicht zu erwarten.“
‱ „Anlage- und betriebsbedingte Auswirkungen auf amphibische und aquatische Biotope durch den Ausbau der vorhandenen Fahrrinne, die begleitenden Baumaßnahmen, die Strombau- und Verbringungsmaßnahmen sowie die VerĂ€nderung der Hydrologie und der Morphologie durch die vergenannten Vorhabensbestandteile sind zu erwarten.“
‱ „Erhebliche negative Auswirkungen (-Biotopumwandlungen mit deutlicher BestandwertverĂ€nderung) sind zu erwarten:

‱ durch die Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne,
‱ in Teilbereichen durch die Anlagen begleitender Baumaßnahmen (bestehend aus der Anpassung der Schifffahrtzeichen, Herstellung eines Warteplatzes und Bau einer Vorsetzte an der Köhlbrandkurve)
‱ in Teilbereichen durch die Anlagen der UnterwasserablagerungsflĂ€chen und
‱ in Teilbereichen durch die Anlage der UfervorspĂŒlungen [
]“

‱ „Erhebliche positive Auswirkungen sind zu erwarten:

‱ in Teilbereichen durch die Anlage von UfervorspĂŒlungen [
]“

‱ „Die beeintrĂ€chtigten Funktionen der Natur können im aquatischen System der Unterelbe sachgerecht ausgeglichen werden. Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen sind erarbeitet worden.“cite-ref-89[88]

Sauerstoffgehalt

UmweltverbĂ€nde und Wissenschaftler rechnen mit einer weiteren Verschlechterung im Sauerstoffgehalt durch die kumulative Wirkung von Elbvertiefung und dem neuen Vattenfall-Kraftwerk Moorburg sowie weiteren sieben Kraftwerken in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Kraftwerke mĂŒssen ihre Leistung drosseln, wenn das eingeleitete KĂŒhlwasser die berechnete AufnahmefĂ€higkeit der Elbe ĂŒbersteigt, was die Wirtschaftlichkeit des Betriebs beeintrĂ€chtigt. Das eingeleitete Wasser darf 30 Grad Celsius nicht ĂŒberschreiten, außerdem darf die Elbe durch die Einleitung an keiner Stelle um mehr als zwei Grad aufgeheizt werden. Das neue Kraftwerk in Moorburg könnte dadurch schnell an die rechtlich vorgegebenen Grenzen stoßen.cite-ref-90[89] Derzeit ist ein neuer WĂ€rmelastplan mit engeren Grenzen in Bearbeitung.cite-ref-91[90]cite-ref-92[91]cite-ref-93[92]

Eine weitere sauerstoffzehrende Maßnahme ist das „Schlickeggen“ in kleinen HĂ€fen, die infolge höheren Sedimentgehaltes im Wasser immer schneller und stĂ€rker verschlicken. Um die biologische Selbstreinigungsleistung nicht zu ĂŒberlasten, ist das Schlickeggen ist nur bei Wassertemperaturen unter 10 °C oder einem Sauerstoffgehalt ĂŒber 6 mg/l erlaubt. Die Egge kann daher mit RĂŒcksicht auf die maritime Tierwelt fast nur im MĂ€rz eingesetzt werden, allerdings reicht dieses Zeitfenster nicht aus.

Die geplante weitere Elbvertiefung wird sich nachteilig auf den Sauerstoffgehalt und die WasserqualitĂ€t insgesamt auswirken, weil infolge zunehmender Fließgeschwindigkeit und zunehmenden Schiffsverkehrs der Sedimentgehalt im Wasser weiter steigt und der dunkle Wasserkörper dadurch sowie durch grĂ¶ĂŸere Tiefe weiter an Volumen zunimmt und die Selbstreinigungskraft entsprechend abnimmt.

Eine kĂŒnstliche Anreicherung der Unterelbe mit Sauerstoff an neuralgischen Punkten ist technisch möglich aber unwirtschaftlich. Außerdem wĂŒrden die verschiedenen Wasserschichten verwirbelt, was je nach Umweltbedingungen einen negativen Effekt auslösen könnte.cite-ref-94[93]cite-ref-95[94]cite-ref-96[95]cite-ref-97[96]cite-ref-98[97]

Fischerei

Abwasserbelastung, Überfischung und „die ersten umfassenden Ausbaumaßnahmen zur Regulierung der Elbschifffahrt in den Jahren 1818 bis 1825“ haben bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einem ersten deutlichen RĂŒckgang der FischbestĂ€nde gefĂŒhrt. Von den ehemals mehr als 1000 registrierten Haupt- und Nebenerwerbsfischern entlang der Unterelbe sind nur wenige ĂŒbriggeblieben, obwohl die Elbe nach wie vor als ein fischreiches GewĂ€sser zu betrachten ist.

Die Fischer befĂŒrchten nach der Verschlechterung der Fischereigrundlagen durch die letzte Elbvertiefung durch die jetzt geplante Elbvertiefung einen weiteren „Verlust wesentlicher FangplĂ€tze und -reviere, höhere Strömungsgeschwindigkeiten, Freilegung von Unterwasserhindernissen und Rollholz, dadurch Verlust von GerĂ€t und Netzen, Kentergefahr, Aufschlickung, RĂŒckgang der Fischfauna und deren Lebensgrundlagen, höherer Seegang bei Wind und Sturm, Fangverbote infolge der Ausbaumaßnahmen, dichterer Schiffsverkehr mit höheren Geschwindigkeiten, Schwall und Sog sowie Havariegefahr, Versandung und EintrĂŒbung von Fanggebieten, Zunahme der Unterhaltungsbaggerung, keine Ausweichmöglichkeiten, höhere Betriebskosten und Fischereidruck durch Konkurrenz in kleineren Revieren (Konkurrenzdruck) und infolge aller BeeintrĂ€chtigungen ExistenzgefĂ€hrdung bei der Mehrzahl der Betriebe“.cite-ref-99[98]

In den Planunterlagen bleibt fĂŒr die gesamte Folgezeit unberĂŒcksichtigt:

‱ der hydraulische Nachlauf mit nicht voraussehbaren Änderungen des GewĂ€sserbettes
‱ die Steigerung der Unterhaltungsbaggerung (B 2/66)
‱ die Steigerung der Schiffsbewegungen von ca. 53.600 (2004) auf ca. 64.500 Bewegungen (2015) (B 2/63)
‱ die Erweiterung des Fahrwassers ĂŒber die Fahrrinne hinaus durch Tonnenverlegung und daraus folgende erweiterte Fischfang-Verbotsgebiete
‱ durch nachhaltige Verschlechterung der Lebens- und Reproduktionsbedingungen der Fisch- und Krebsfauna, insbesondere durch Zunahme der Strömung
‱ die BeeintrĂ€chtigungen des Anliegergebrauches

Die Auswirkungen der geplanten Elbvertiefung auf die Fischerei sind unter BerĂŒcksichtigung des hydraulischen Nachlaufs nicht sicher zu prognostizieren, weil die Prognosedauer nur etwa drei Jahre betrĂ€gt.

Die Gegner fĂŒhren an, dass die geplanten Änderungen in der ElbmĂŒndung auch die KĂŒstenfischerei betrĂ€fen, ca. 198 Schiffe, davon 101 Schiffe aus Schleswig-Holstein. Große Teile der ertragreichen Gebiete wie Medemrinne, Medemgrund, Medemsand usw. fielen den Kritikern zufolge fĂŒr den Zeitraum der Arbeiten als Fanggebiet aus.

Das fischereiwirtschaftliche Gutachten kam 2006 zu dem Schluss: „[
] Die PrĂŒfung aller vorhandenen Daten hat gezeigt, dass die geplante Maßnahme keine positiven Auswirkungen (Verbesserung der VerhĂ€ltnisse bezogen auf den Ist-Zustand) auf die wirtschaftliche AusĂŒbung der Fischerei in der Tideelbe mit sich bringt. Alle betrachteten Auswirkungen sind entweder als neutral oder in verschiedenem Maße negativ fĂŒr die wirtschaftliche Belange der Fischerei zu bewerten. [
]“cite-ref-100[99] Ein weiteres Gutachten der COFAD GmbH von 2011 bestĂ€tigte Gewinneinbußen und den Verlust von FangplĂ€tzen.

Die neunte Elbvertiefung in der Politik

Niedersachsen

Im niedersĂ€chsischen Landtag sind die GrĂŒnen sowie DIE LINKE offen gegen das Projekt, CDU,cite-ref-101[100] FDPcite-ref-102[101]cite-ref-103[102]cite-ref-104[103] sowie die SPDcite-ref-105[104] fordern zusĂ€tzlichen KĂŒstenschutz als Bedingung zur Zustimmung.

Im Regierungsprogramm 2008–2013 der CDU in Niedersachsen heißt es auf Seite 46: „Gegen die geplante Vertiefung der Elbe haben wir aus GrĂŒnden der Deichsicherheit sowie der Folgen fĂŒr Natur und Landschaft schwerwiegende Bedenken. Ohne verlĂ€ssliche Bewertung frĂŒherer Elbvertiefungsmaßnahmen und AusrĂ€umung aller berechtigten EinwĂ€nde kann das Land kein Einvernehmen zur Vertiefung der Elbe herstellen.“

David McAllister, MinisterprĂ€sident bis Januar 2013 sowie direkt gewĂ€hlter Abgeordneter fĂŒr den Wahlkreis Hadeln stand einer weiteren Elbvertiefung zunĂ€chst eher kritisch gegenĂŒber und sprach sich fĂŒr neue Untersuchungen durch unabhĂ€ngige Gutachter im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens aus.cite-ref-106[105]cite-ref-107[106]

Otterndorfer ErklÀrung

In dieser ErklĂ€rung wird von David McAllister, MdL (CDU), Claus Johannßen, ex-MdL (SPD), Andreas Lauer (FDP), Hans-JĂŒrgen Klein, MdL (Die GrĂŒnen), Peter Altenburg (Freie WĂ€hler) und Rolf Geffken (DIE LINKE) parteiĂŒbergreifend die geplante weitere Elbvertiefung abgelehnt. In der ErklĂ€rung heißt es: „Die GrĂŒnde hierfĂŒr liegen insbesondere in den befĂŒrchteten Auswirkungen auf die regionale Deichsicherheit, den Hochwasserschutz, die Wasserwirtschaft und die Ökologie. Bei objektiver Betrachtung kann der Fluss nicht beliebig weiter ausgebaggert werden. Die Natur setzt Grenzen.“ Auch seien die vorgelegten Gutachten in wesentlichen Punkten mangelhaft, einseitig und zeigten weiteren KlĂ€rungsbedarf. Außerdem wĂ€re eine weitere Elbvertiefung durch eine bessere Kooperation der deutschen SeehĂ€fen ĂŒberflĂŒssig. Hierzu sollte ein nationales Seehafenkonzept gemeinsam vom Bund und den norddeutschen LĂ€ndern erstellt werden.cite-ref-108[107]

Schleswig-Holstein

Im Landtag Schleswig-Holstein haben sich die GrĂŒnen klar gegencite-ref-109[108] den Flussausbau ausgesprochen, die CDUcite-ref-110[109] und SPDcite-ref-111[110]cite-ref-112[111] und die FDPcite-ref-113[112] sind dem Projekt gegenĂŒber positiv eingestellt. Sie betonen dabei die Bedeutung der Deichsicherheit, sehen darin aber kein Hindernis. Dies gilt auch fĂŒr die Landesregierung.cite-ref-114[113] Allerdings kritisierte der damalige schleswig-holsteinische Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) den Hamburger Senat wegen mangelhafter Fairness bei seiner Ansicht nach zu kurzfristig avisierten Ausgleichsmaßnahmen. Der Hamburger Senat zeigte sich ĂŒberrascht, bezog aber inhaltlich keine Stellung.cite-ref-115[114]

Hamburg

In der Hamburgischen BĂŒrgerschaft wird die Elbvertiefung mit großer Mehrheit befĂŒrwortet: Ole von Beust (CDU, Hamburger BĂŒrgermeister von Oktober 2001 bis August 2010) hatte die geplante Elbvertiefung, auch im Hinblick auf die BĂŒrgerschaftswahl am 24. Februar 2008, als „unabdingbar“ bezeichnet.cite-ref-egloff-116-0[115]cite-ref-117[116] Auch der Hamburger erste BĂŒrgermeister Olaf Scholzcite-ref-118[117] (SPD), die Hamburger SPD und die FDP befĂŒrworteten die Elbvertiefung. Auch Michael Naumann (Spitzenkandidat der SPD Hamburg zur BĂŒrgerschaftswahl 2008) forderte einen rascheren Ausbau: „Die deutsche Wirtschaft braucht diese Modernisierung dringend. Deichsicherheit muss gegeben sein, aber die kann auch ohne hausgemachte Verzögerungen geprĂŒft und hergestellt werden.“cite-ref-naumann-119-0[118] Die GAL war ursprĂŒnglich gegen eine Elbvertiefung. Gleichwohl ging die GAL nach der Wahl 2008 mit der CDU eine Regierungs-Koalition ein.

Im „schwarz-grĂŒnen“ Koalitionsvertrag vom 17. April 2008cite-ref-120[119] stimmte die GAL der Elbvertiefung zu. Zugleich wurde vereinbart, dass es wĂ€hrend des Bestehens der Koalition keine ĂŒber das laufende Projekt hinausgehende weitere Fahrrinnenanpassung geben; stattdessen werde eine Hafenkooperation mit den BundeslĂ€ndern Bremen und Niedersachsen geprĂŒft. Auch solle ein Tideelbekonzept mit den NachbarlĂ€ndern erarbeitet werden, das den Tidehub um 50 cm reduzieren soll. Hamburg sollte dabei noch wĂ€hrend dieser Legislaturperiode entsprechende naturnahe VordeichflĂ€chen schaffen und zudem mit weiteren Maßnahmen (so der Errichtung einer Stiftung) zur Verbesserung der ökologischen Situation (an) der Elbe beitragen. Nachdem die schwarz-grĂŒne Koalition am 29. November 2010 zerbrach, bescherten die Wahlen am 20. Februar 2011 der SPD eine absolute Mehrheit; Olaf Scholz bildete den Senat Scholz I.

Bei der folgenden Wahl am 15. Februar 2015 verlor die SPD ihre absolute Mehrheit und vereinbarte im April eine Koalition mit den GrĂŒnen. Im Koalitionsvertrag wurde erneut die Umsetzung der Elbvertiefung festgeschrieben.cite-ref-121[120]

Hamburger Politiker berufen sich in der Antragstellung auf einen Rechtsanspruch aus dem Staatsvertrag von 1921cite-ref-122[121] zwischen dem Deutschen Reich und der Stadt Hamburg.cite-ref-egloff-116-1[115]cite-ref-123[122] In dem heißt es: „Hamburg hat bisher fĂŒr ein derartiges Fahrwasser gesorgt, dass in der Regel die grĂ¶ĂŸten Seeschiffe Hamburg unter Ausnutzung des Hochwassers erreichen konnten. Das Reich wird das Gleiche tun.“ Zudem bezeichnet sich Hamburg im Vorwort seiner Verfassung als „Welthafenstadt“.

Unter Berufung auf mögliche Nachteile bei der geplanten Elbvertiefung hat der Hamburger Senat den gemeinsamen Welterbe-Antrag fĂŒr das Wattenmeer, ein seit 16 Jahren betriebenes Projekt, nicht weiter unterstĂŒtzt. Die ĂŒbrigen Antragsteller haben den Antrag inzwischen ohne Hamburger Beteiligung gestellt. Sigmar Gabriel, Bundesumweltminister in der großen Koalition 2005–2009, kritisierte 2008, die Entscheidung Hamburgs entbehre einer sachlichen Grundlage.cite-ref-124[123] Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL (Senat von Beust III von Mai 2008 bis August 2010 und Senat Ahlhaus bis 29. November 2010) sah eine Nachmeldung bei der UNESCO bis Februar 2009 vor, wenn bis dahin das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen worden wĂ€re.

Hamburger Terminalbetreiber forderten die neunte Elbvertiefung

Laut Terminal-Betreiber Eurogate und HHLA hĂ€tten die Verzögerungen bei der Elbvertiefung dem Container-GeschĂ€ft im Hamburger Hafen geschadet. Immer mehr Container seien am Kai stehengeblieben, weil das Tide-Zeitfenster zum Auslaufen fĂŒr viele Containerschiffe zu klein sei. Dies könne Kunden verĂ€rgern und schade dem Hafen langfristig.cite-ref-125[124] Beide Firmen forderten die Elbvertiefung und befĂŒrchteten, dass Schiffsverkehre sich andernfalls nicht etwa von Hamburg in den niedersĂ€chsischen Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port Wilhelmshaven verlagerten, sondern behaupteten, dass die Warenströme von Rotterdam und Antwerpen ĂŒbernommen wĂŒrden.cite-ref-126[125] Hamburg hatte sich 2002 aus dem gemeinsamen Bauprojekt Jade-Weser-Port zurĂŒckgezogen.

Politischer Protest gegen die neunte Elbvertiefung

Vor allem auf der niedersĂ€chsischen Seite der Unterelbe formiert sich der politische Protest. Die Stadt Cuxhaven spricht sich klar gegen die Vertiefung aus.cite-ref-127[126] und prĂŒft eine Klagecite-ref-128[127] Zusammen mit einer Reihe kleinerer Kommunen und den DeichverbĂ€nden hat sie die „Aktionsgemeinschaft Unterelbe e. V.“ gegrĂŒndet.cite-ref-129[128] Die UmweltverbĂ€nde kritisieren das Projekt: Der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschlandcite-ref-130[129] und der Naturschutzbund Deutschlandcite-ref-131[130]cite-ref-132[131] weisen nicht nur auf die ökologischen Gefahren hin, sondern kritisieren auch detailliert die wirtschaftliche BegrĂŒndung des Projektes. Sie sehen nationales und europĂ€isches Umweltrecht, aber auch KĂŒstenschutzvorschriften, verletzt. Der Tourismus sei gefĂ€hrdet.

Regionale Organisationen und Gremien der evangelischen Kirche haben sich gegen die Maßnahme ausgesprochencite-ref-133[132]cite-ref-134[133] Ende 2011 hat sich auch die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche mit kritischer Tendenz geĂ€ußert.cite-ref-135[134] Des Weiteren haben sich BĂŒrgerinitiativen gegrĂŒndet. Neben diversen Demonstrationen zu unterschiedlichen AnlĂ€ssen mit teilweise tausenden Teilnehmern finden seit Juni 2007 regelmĂ€ĂŸig an jedem 1. des Monats um 19 Uhr Mahnwachen in Cuxhaven Alte Liebe, Altenbrucher Strandhaus, Otterndorfer Kirchplatz und am LĂŒheanleger statt.

Drei Großdemonstrationen mit Fackeln auf den Deichen und an den Ufern zeigen das Ausmaß des Widerstands. Am 18. MĂ€rz 2007 demonstrierten trotz eiskaltem Orkansturm ca. 10.000–12.000 Menschen mit „Fackeln auf dem Deich“ gegen die Planauslegung. Am 13. Januar 2008 demonstrierten 15.000–20.000 Menschen gegen weitere Ausbaumaßnahmen der gesamten Elbe mit „Fackeln fĂŒr die Elbe“ von Cuxhaven bis nach Dresden sowie am 29. November 2008 12.000–15.000 Menschen an 42 Orten von Cuxhaven bis Bad Schandau im Elbsandsteingebirge.cite-ref-136[135]

Das Thema Elbvertiefung ist ein Dauerthema in Medien; es hat einen nationalen Bekanntheitsgrad und wird auch international rezipiert.cite-ref-137[136]cite-ref-138[137] Der CEO des Rotterdamer Hafens sagte 2012, er könne das vehemente Eintreten Hamburgs gut verstehen. Es sei – sogar aus Sicht eines Konkurrenten – im europĂ€ischen Interesse, dass große Containerschiffe auch andere HĂ€fen als nur Rotterdam, ZeebrĂŒgge und Wilhelmshaven (JadeWeserPort) anlaufen können.cite-ref-139[138]

RĂŒckgang der FischbestĂ€nde

Ein Forschungsteam der UniversitĂ€t Hamburg hat fĂŒr eine Studie die Daten aus Fischproben untersucht, die seit 1984 an fĂŒnf Messstationen in der ElbmĂŒndung in die Nordsee genommen wurden. Dabei wurden die gefangenen Fische jeweils identifiziert, gezĂ€hlt, gewichtet und vermessen. Seit 2010 ist der Gesamtbestand aller Fischarten in der ElbmĂŒndung um ĂŒber 91 Prozent gesunken. Als GrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang werden die Elbvertiefung, die zunehmende Zulassung von Industrie-, Agrar- und GemeinschaftsabwĂ€ssern sowie die Nutzung von Wasser fĂŒr die KĂŒhlung von Kraftwerken aufgezĂ€hlt.cite-ref-140[139]

Anmerkungen

cite-note-181. Sowohl die Daten wie die Maße variieren in verschiedenen Quellen, bei den Jahresangaben werden teilweise die Planungszeiten und Nachsorgezeiten mit einbezogen, teilweise die reine DurchfĂŒhrungszeit angegeben. Bei den Tiefenangaben kann es sich nur um ungefĂ€hre und durchschnittliche Angaben handeln.

Literatur

‱ Norbert Fischer: Hamburgs regulierter Strom. Über Reinhard Woltman und die Macht der Infrastrukturen an der Niederelbe im frĂŒhen 19. Jahrhundert. In: Andreas Martin und Norbert Fischer (Hrsg.): Die Elbe – ĂŒber den Wandel eines Flusses vom Wiener Kongress bis zur Gegenwart. Leipzig/Stade 2018, ISBN 978-3-931879-71-6, S. 141–155.
‱ Hartmut Graßl: Die Tideelbe im Klimawandel. VerstĂ€rkt die Elbvertiefung die Folgen? In: Naturschutz in Hamburg, 2007, 2 (Jun./Aug.), S. 8–10.
‱ Sylke Bischoff: Baggern ohne Ausgleich – Die mangelhafte Kompensation der Elbvertiefung von 1999. 1. Auflage. WWF Deutschland, Hamburg 2007.
‱ Walter Feldt: Gutachten zum Planfeststellungsantrag ‚Anpassung der Fahrrinne von Unter- und Außenelbe fĂŒr 14,5 m tiefgehende Containerschiffe‘. Hannover 2007.
‱ Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe fĂŒr 14,5 m tiefgehende Containerschiffe – Planunterlagen, ProjektbĂŒro Fahrrinnenanpassung, Hamburg 2007.
‱ Fahrrinnenanpassung Unter- und Außenelbe. Das Projekt im Überblick. ProjektbĂŒro Fahrrinnenanpassung (beim Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg), Fraujansen Kommunikation, Hamburg 2007.
‱ Martin Kerner, Anja Jacobi: Ausbau- und Unterhaltungskosten fĂŒr die deutschen SeehĂ€fen, WWF Deutschland, Frankfurt am Main 2006.
‱ Fortschreibung der Berechnungen zur ‚Regional- und gesamtwirtschaftlichen Bedeutung des Hamburger Hafens im Jahr 2001‘. Aktualisierung fĂŒr das Jahr 2005, Auftraggeber: Hamburg Port Authority, PLANCO Consulting GmbH Essen, Projekt Nr. 668, Essen 2006.
‱ Konzept fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung der Tideelbe als Lebensader der Metropolregion Hamburg, Hamburg Port Authority und Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Hamburg Juni 2006.
‱ Elbvertiefung. Hamburg beschreitet neue Wege. In: Schiff & Hafen, 58. 2006, 3 (Mrz), S. 16–17.
‱ JĂŒrgen Klimke: Elbvertiefung bringt klare Wettbewerbsvorteile fĂŒr Hamburg. In: Kommunalpolitische BlĂ€tter, 58. 2006, 3, S. 41–42.
‱ UmweltrisikoeinschĂ€tzung und FFH-VertrĂ€glichkeitseinschĂ€tzung fĂŒr Projekte an Bundeswasserstraßen, Weitere Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe an die Containerschifffahrt mit einem Salzwassertiefgang von rd. 14,50 m, BfG – 1380, Bundesanstalt fĂŒr GewĂ€sserkunde, Koblenz 2004, S. 1–184.
‱ Martin Kerner, Anja Jacobi: Die Elbevertiefung von 1999. TatsĂ€chliche und prognostizierte Auswirkungen. 1. Auflage. WWF Deutschland, Frankfurt am Main 2005.
‱ Elisabeth Stimming: Elbe frei fĂŒr Containerriesen. Letzte HĂŒrde genommen: Fahrrinne wird auf 13,80 Meter vertieft. In: Hamburger Abendblatt, 28. Januar 1999, S. 11.
‱ Ausbau der Seeschiffahrtsstrasse Elbe, 40-min VHS-Film, Auftraggeber: WSA Hamburg und Amt fĂŒr Strom- und Hafenbau, cvp, Hamburg 1997.
‱ JosĂ© L. LozĂĄn, Hartmut Kausch (Hrsg.): Warnsignale aus FlĂŒssen und Ästuaren – Wissenschaftliche Fakten. Parey Buchverlag, Berlin 1996.
‱ Jörg Osterwald, Jörg Oellerich: Die UmweltvertrĂ€glichkeitsuntersuchung (UVU) fĂŒr die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe. Konzeptionelle Anlage und bisherige Erfahrungen. In: Jahrbuch der Hafenbautechnischen Gesellschaft, 50. 1995 (1996), S. 19–24.
‱ Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe. Hamburger Informationspapier vor Einleitung der UmweltvertrĂ€glichkeitsuntersuchung. Freie und Hansestadt Hamburg, Wirtschaftsbehörde, Strom und Hafenbau, Hamburg 1993.
‱ Jörg Oellerich, W. Siefert: Anpassung der Fahrrinne der Unter- und Außenelbe fĂŒr die Containerschiffahrt nach Hamburg. In: Wasser & Boden, Zeitschrift fĂŒr die gesamte Wasserwirtschaft, 1992, 44, 11, S. 717–722.

Dokumentationsfilm

‱ Der Hamburger Hafen und die Elbvertiefung: Gescheitert oder gelungen? youtube.com (45 Minuten) NDR, 18. Oktober 2022.

Weblinks

Commons

: Elbvertiefung

– Sammlung von Bildern

‱ Portal Tideelbe der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
‱ „Tideelbe – Lebensader der Region“ – Hamburg Port Authority
‱ Informationen des ProjektbĂŒros ĂŒber die Fahrrinnenanpassung
‱ Förderkreis Rettet die Elbe
‱ Regionales BĂŒndnis gegen Elbvertiefung
‱ Die Elbvertiefung. (Memento vom 11. Juni 2008 im Internet Archive) uni-kiel.de
‱ Das schifffahrtsaffine Potenzial des Elbstromgebietes und seine Entwicklungsmöglichkeiten. (Memento vom 29. Juni 2007 im Internet Archive; PDF; 2,65 MB) elbstromverein.de

Einzelnachweise

cite-note-ndr-11. ↑ NDR.de, 26. Mai 2013. (Memento vom 3. August 2016 im Internet Archive) Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV); TV-Sendung W wie Wissen
cite-note-22. ↑ Axel Bojanowski: Prozess um Elbvertiefung: Gericht ĂŒber Elbe und Hamburger Hafen. In: Spiegel Online. 15. Juli 2014, abgerufen am 1. Januar 2025.
cite-note-33. ↑ BVerwG 7 A 15.12
cite-note-44. ↑ Hamburger Abendblatt, 24. Juli 2014, S. 1, 2, 21
cite-note-55. ↑ Fahrrinnenanpassung. In: hamburg-port-authority.de. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 2. August 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.hamburg-port-authority.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-rinne-66. ↑ ProjektbĂŒro Fahrrinnenanpassung Unterelbe, Dimension Fahrrinne. kuestendaten.de
cite-note-77. ↑ Stefan Buchen: Teures Verkehrsprojekt: Ist die Elbvertiefung gescheitert? Tagesschau (ARD), 17. Oktober 2022, abgerufen am 1. Januar 2025.
cite-note-88. ↑ Schlickproblem nach Elbvertiefung grĂ¶ĂŸer als bislang bekannt. NDR, 8. Oktober 2022; abgerufen am 11. Dezember 2022
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